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Fabrik, Hamburg (D), 21 May 2000
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Pictures by Bernard. To see more pictures visit his website.
Hatte ihn doch seine Oma als Kind in Colorado, USA, stets zu den frischesten Leichen in den Friedhofskeller gebeten, um ihren Enkel in die Konversation mit den Toten einzubeziehen. Und kaum war er aus der Gruft zurück, ritt der wanderpredigende Opa mit ihm in die Berge der Rocky Mountains. Angesichts dieser Kindheit wären Karrieren als Psychopath oder Satanist Optionen gewesen. Mit der Band Sixteen Horsepower entschied sich Edwards jedoch für die verträglichste Lösung. Wenn er mit geschlossenen Augen, wie im Fieberwahn der Welt entrückt, inbrünstig von erhängten Sündern und gefallenen Frauen singt, betreibt er Vergangenheitsbewältigung der begeisternden Form. Auch auf dem dritten Album "Secret South" jagt er den Teufel mit seiner antiken Orpheumgitarre, wobei er öfters vom American Gothic-Galopp in gemächlichen Gospel-Folk-Trab verfällt. Wie himmlisch es in der Hölle sein kann, läßt sich heute (21 Uhr, 28 Mark) in der Fabrik nachvollziehen. Frank Bartsch - from the Hamburger Morgenpost Online on 20/5/00. |